Bernhard Klaffke

Einen schönen und guten Tag.

 

 

 

 

Es freut mich, dass Sie sich entschieden haben, meiner Website einen kurzen Besuch abzustatten.

Mein Name ist Bernhard Klaffke und ich freue mich, dass ich mich Ihnen auf diesem Wege vorstellen darf.

Geboren wurde ich 1968 in Duisburg als jüngstes von drei Geschwistern. 

Meine früheste Kindheit habe ich zu jener Zeit verlebt, in der der Nachthimmel geprägt war von taghellen Abstichen der umliegenden Stahlwerke, und man sich in einigen Stadtteilen an jeder zweiten Häuserwand seine Sonntagsklamotten mit Dreck aus den Schornsteinen von Krupp und Thyssen versaute. Dass es sprichwörtlich staubte, wenn Du anschließend für Deine Unachtsamkeit den Segen von Kloster Kamp bekamst. Dir abends Oma und Opa vor dem Schlafengehen das Lied von Joachim Kroll mit dem "Hackebeilchen" fröhlich vorsummten, nur damit der kleine Hosenscheißer ruhiger in den Schlaf fand.  

Das war halt der Humor jener Zeit, oder der meiner Familie. Ich glaube ja, es war eher Letzteres. Denn diese Art von Humor hat mich mein ganzes Leben lang begleitet und zu unzähligen Lachanfällen mit der buckligen Verwandtschaft geführt.  

Was ich bis heute auch immer als sehr positiv empfunden habe, war der Umstand, in einer Arbeitersiedlung groß geworden zu sein. Denn gefühlt hatte ich nicht weniger als 15 Mütter und genauso viele Väter. Der Nachteil von so viel Aufmerksamkeit bestand allerdings darin, dass irgendeiner von ihnen immer ein Auge auf Dich hatte. Und selbstverständlich immer genau dann, wenn Du gerade keine Aufmerksamkeit brauchtest. Die Konsequenzen folgten stets der Tat, in Form von  Flüchen und Verwünschungen in den jeweiligen Landessprachen der Nachbarschaft (Italienisch, Spanisch, Türkisch, Polnisch und auf Deutsch). 

So verinnerlichte ich zunehmend eine der wichtigsten Weisheiten meines Vaters, der leider viel zu früh von uns gegangen ist.  Zum Beispiel: wer über sich selbst nicht lachen kann, hat die Aufgabenstellung des Lebens nicht verstanden! Oder: Du kannst tun und lassen was immer Du möchtest, lass Dich dabei nur nicht erwischen!  Für die kommenden 25 Jahre sollte das mein Mantra werden. 

Im Besonderen blieben mir aber auch die sommerlichen Abende in Erinnerung, an denen meine Eltern und ihre Freunde hinter den Häusern gegrillt haben. Den Geschmack meiner ersten Köfte habe ich noch heute auf der Zunge. Und in die erste Pizza, in die ich meine Zähne geschlagen habe, habe ich mich genauso verliebt, wie in die wunderschöne Frau, die sie für uns mit Liebe zubereitet hatte. 

Meine Schulzeit. Ein kurzer Satz erklärt die Situation wohl am besten: Entschuldigung an alle. Nachdem ich über viele Jahre hinweg etliche Pädagogen in den Wahnsinn getrieben hatte, fing ich eine Ausbildung im Handwerk an. „ Geschraubt wird immer, mein Sohn.“ erklärte mir mein Vater in Brustton der Überzeugung.  Gesagt, getan. Dreieinhalb Jahre später schloss ich meine Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker ab.

 

Überspringen wir jetzt ein paar Details in meinem Leben und kommen zu dem Hier und Jetzt. Die Geschichte wie ich zum Schreiben fand, oder einer meiner ältesten Freunde mir indirekt den Weg wies. Wir saßen seit geraumer Zeit in unserer Stammkneipe und tranken gemütlich das eine oder andere Bierchen. Als es am Ende des Abends Zeit war die Zeche zu bezahlen, sagte er zu mir: „Entweder Du änderst Dein Verhalten gegenüber Frauen, die mir gegenüber nicht abgeneigt sind (damals war er noch Single), oder aber Du stellst Dich beim nächsten Mal woanders hin!“

Ich: “Hä?“

Er: „Was weiß ich denn. Schreib ein Buch, aber hör auf, den Leuten einen Knopf an die Backe zu labern, Alter.“

 

In den seltensten Fällen höre ich ja auf das, was die Umwelt mir sagt. Aber die Idee schien doch über einen gewissen Zeitraum hinweg in meinem Unterbewusstsein Wurzeln geschlagen zu haben.

Und dann passierte das, was man wohl im Leben als Fügung bezeichnet. 

Ich las in der Tageszeitung von einem Ereignis, das sich zwei Tage zuvor in der Düsseldorfer Altstadt abgespielt hatte.  In den frühen Morgenstunden attackierten dort vier junge Männer einen vermeintlich wehrlosen Pensionär. Was die Männer nicht ahnten: ihr Opfer war Nahkampf Experte und ehemaliges Mitglied des SAS gewesen,  einer Spezialeinheit (Special Air Service) der britischen Armee. Zwei der Angreifer streckte der rüstige Rentner noch an Ort und Stelle nieder. Schnell wurde den beiden übriggebliebenen Schlägern klar, dass Selbstüberschätzung im Nahkampf katastrophale Folgen haben kann. Die beiden setzten zur Flucht an, kamen aber nicht weit. Alle vier mussten von einem herbeigerufenen Arzt noch vor Ort behandelt werden. 

Das Leben ist halt nicht immer ein mieser Verräter! 

Damit war für mich klar, wohin die Reise geht. 

  

Viel Spaß mit "Herbsttage"!